Der Zuckerhut in Rio de Janeiro, kein Berg wie jeder andere

Der Zuckerhut ist neben dem Corcovado mit der Christusstatue ein weiteres weltbekanntes Wahrzeichen von Rio de Janeiro. Aber wie sehr viele Berühmtheiten, hat er ein Double. Gibt‘ s ja gar nicht, oder? Doch gibt es! Wir machen morgens die Vorhänge auf und was sehe ich da blinzelnd im Bett liegend? Den Zuckerhut. Wahnsinn, ich kann den Zuckerhut vom Bett aus sehen. Den Zucker-, Zucker-, Zuckerhut! Da wird fast ein Lied draus. Total happy stehe ich auf, greife mir den Fotoapparat, zoome den angeblichen Zuckerhut heran und stelle fest, da fehlt doch was. Müsste ich nicht die Seilbahnstation und auch die Seile sehen? Irgendwie bin ich im falschen Film. So, jetzt wird erst mal der Corcovado anvisiert. Den gibt es nämlich ganz sicher nur einmal. Gestern hatte ich den Corcovado im Rücken und links von mir den Zuckerhut, jetzt ist er rechts. Wandern kann er ja wohl nicht. Das ist gar nicht der Zuckerhut! Schade, wirklich schade. Aber dieser Berg könnte auch glatt als Zuckerhut durchgehen. Die Cariocas sind wahrlich mit vielen Naturschönheiten beschenkt. Danke Rio, wir machen uns nun auf den Weg zum echten Zuckerhut.

der einzig wahre Zuckerhut in seiner ganzen Pracht
der einzig wahre Zuckerhut in seiner ganzen Pracht

Mit einem Stopp auf der Zwischenstation und Umstieg in die zweite Gondel gelangen wir auf den Zuckerhut. Wer keine Höhenangst hat, kann während der Fahrt schon die fantastische Aussicht bewundern. Auf halber Höhe sehen wir Bergsteiger, die die fast senkrechte Wand bezwingen. Da ist mir die Seilbahn viel lieber, auch wenn sie manchmal ein wenig ruckelt. So, endlich oben, die Vorfreude war und ist immer noch riesengroß. Wir waren ja schon total aus dem Häuschen, als wir den Zuckerhut gestern von der Dachterrasse des Hotels gesehen haben. Vom Corcovado hatten wir auch eine super Sicht auf den Zuckerhut.

Aussicht während der Fahrt nach oben
Aussicht während der Fahrt nach oben

396m ragt der Zuckerhut empor
396m ragt der Zuckerhut empor, der Morro der Urca (Zwischenstation) 230m

Oben angekommen genießen wir die unglaublich schöne Aussicht. Rio ist auch von oben gesehen eine atemberaubend schöne Stadt. Hier auf dem Zuckerhut kann man auch die niedlichen Weißbüschelaffen beobachten. Im Animationsfilm „Rio“ stehlen die Äffchen glitzernden Schmuck von Touristen. Der Anführer der Affengang trägt eine Armbanduhr um den Bauch. Aber dieser hier ist ganz friedlich. Dann kommt unser Pflichtprogramm für den Zuckerhut – eine Tasse Kaffee, natürlich mit Zucker. Welch ein Genuss. Das macht gute Laune pur!

ohne Worte
ohne Worte
natürlich kann man auch den Corcovado vom Zuckerhut sehen
natürlich kann man auch den Corcovado vom Zuckerhut sehen
so süß
so süß

Wer in Rio ist, sollte unbedingt den Zuckerhut besuchen. Ist eine Fahrt tagsüber schon sensationell, so soll es abends zum Sonnenuntergang noch eindrucksvoller sein, auf jeden Fall romantischer. Also Rio, wir sehen uns irgendwann noch mal wieder, um deine Schönheit zu jeder Tageszeit zu entdecken.

Blick von der Talstation nach oben
Blick von der Talstation nach oben

Wie seht ihr das? Möchtet ihr auch den Zuckerhut in Rio besuchen? Ihr seid schon da gewesen und total begeistert? Dann schreibt mir doch einen Kommentar, ich freue mich darauf.

  • Wer sich filmisch schon mal einstimmen möchte, kann sich den James Bond Film mit Roger Moore in „Moonraker“ ansehen. Viele Szenen wurden ja damals in Rio gedreht u.a. auch die berühmte Verfolgungsjagd mit den Gondeln der Seilbahn zwischen James Bond und „Beißer“.
  • Animationsfilm „Rio“ – neben der wirklich zauberhaften Story um Papagei Blu weckt der Film schöne Erinnerungen und zeigt viele „Ecken“ von Rio de Janeiro.

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