Lima – das Tor zu Südamerika

Nach knapp 13 Stunden Flug erreichen wir Lima gegen Abend. Unser Hotel liegt im Stadtteil Miraflores mit vielen Geschäften, Restaurants, Parks und Wohnungen bzw. Häusern der wohlhabenden Peruaner. Wir verlassen nur noch kurz das Hotel, fühlen uns aber auch im Dunkeln sicher.
Am nächsten Morgen sehen wir uns zuerst den Park der Liebenden an. Er ist recht nett anzusehen mit seinen Skulpturen und Mosaiken.

Mosaik im Park der Liebenden
Mosaik im Park der Liebenden
Skulptur im Park der Liebenden
Skulptur im Park der Liebenden

Die Aussicht von der Steilküste auf den Pazifik ist spektakulär und wäre noch schöner, wenn die Sonne durchkommen würde. Leider braucht man darauf nicht zu warten. Im peruanischen Winter hat man pro Monat noch nicht einmal 30 Sonnenstunden. Ein Grund dafür ist der relativ kalte Humboldtstrom, er sorgt mit dem kalten Ozean für Küsten- oder Hochnebel. Deshalb liegt über Lima fast immer ein Dunst, sodass man keinen blauen Himmel sehen kann. Dafür regnet es aber auch so gut wie nie.

Steilküste mit Aussicht
Steilküste mit Aussicht

Ebenfalls im Stadtteil Miraflores befindet sich Huaca Pucllana. Huaca Pucllana ist eine sehr alte Pyramide, die aus Lehmziegeln von einer indigenen Kultur, der Lima Kultur, um 500 n. Chr. erbaut wurde. Wir haben uns diese beeindruckende kulturelle Stätte allerdings nur von außen angesehen. Grauer Himmel und grauer Lehm gehen so ineinander über, dass wir uns ein wenig mehr Farbe von dem historischen Zentrum erhoffen.

Huaca Pucllana - beeindruckende Größe, aber ziemlich farblos
Huaca Pucllana – beeindruckende Größe, aber ziemlich farblos

Durch die Fußgängerzone machen wir uns auf zum Plaza Mayor auch früher Plaza de Armas genannt. Auf dem Weg dorthin sehen wir verschnörkelte Fassaden und wunderschöne alte Holzbalkone. Hier treffen alt und neu aufeinander.

schöne Hausfassade
schöne Hausfassade
alt und neu treffen aufeinander
alt und neu treffen aufeinander

Am Plaza Mayor wurde Lima am 18. Januar 1535 von dem spanischen Eroberer Francisco Pizarro gegründet. Er nannte sie Ciudad de Los Reyes – Stadt der Könige. Von unserem Zugang zum Hauptplatz dominiert die Kathedrale das Bild. Palmen und Bänke laden zum Verweilen ein. Der auf ihm stehende Brunnen ist der Nullpunkt für alle Entfernungen in Peru.

Plaza Mayor
Plaza Mayor
Plaza Mayor
Plaza Mayor
Plaza Mayor
Plaza Mayor
schöner Brunnen - der Nullpunkt Limas
schöner Brunnen – der Nullpunkt Limas
Kathedrale
Kathedrale
Blick ins Innere
Blick ins Innere

Nicht weit entfernt ist die Klosterkirche San Francisco, erbaut im spanischen Barock. Neben der Kirche und dem Konvent befindet sich dort auch eine wertvolle Bibliothek mit vielen antiken handgeschriebenen Werken. In der Sakristei findet man ein bemerkenswertes Gemälde von einem Malermeiser aus Cusco, Diego de la Puente. Es zeigt das letzte Abendmahl, was an sich in einem Franziskanerkloster nichts besonderes ist, wäre da nicht ein gebratenes Meerschweinchen, eine Delikatesse in Peru, verewigt worden.
Wer mag, kann sich auch durch die Katakomben führen lassen. Aber Achtung, die Belüftung ist nicht die Beste und wer dazu noch etwas zart besaitet ist, sollte lieber draußen bleiben. Durch einen niedrigen Gewölbekeller gelangt man zu diesen doch schon berühmten Katakomben. Zuerst sehen wir eine Art ausgetrockneten Brunnen, auf dessen Grund Schädel und Gebeine in einem Muster ausgelegt sind. Tiefer in den Katakomben liegen die Gebeine nach „Knochenart“ sortiert in großen gemauerten „Abteilen“. So habe ich mir das eigentlich nicht vorgestellt. Dazu diffuse Beleuchtung und muffiger Geruch. Wie in der kompletten Klosterkirche gilt auch hier das Fotografierverbot, welches ich selbstverständlich beachtet habe. Auch sollte man respektieren, dass es sich hierbei um den Bestattungsort von tausenden Menschen handelt und niemand in den vergangenen Jahrhunderten auch nur im entferntesten geahnt hat, dass hieraus mal eine Touristenattraktion wird.

Klosterkirche San Francisco
Klosterkirche San Francisco

Die letzte Station unserer Stadtbesichtigung ist das etwas außerhalb gelegene Museo Larco, gegründet von Rafael Larco Hoyle im Jahr 1926. Dieses kleine aber feine Privatmuseum zeigt eine schöne Auswahl an Keramik- und Webarbeiten. Besonders schön und ausgefallen sind die mit viel Liebe zum Detail handgefertigten Goldschmuckstücke sowie der ausdruckstarke goldene Kopfschmuck. Hier kann man nur erahnen, wie viele Kunstschätze unwiederbringlich durch die Conquistadores verloren gegangen sind.

Museum Larco
Museum Larco
goldene Krone
goldene Krone
Moche Ohrschmuck, Vogelkrieger
Moche Ohrschmuck, Vogelkrieger
Brustharnisch
Brustharnisch
goldener Kopfschmuck
goldener Kopfschmuck
  • Museo Larco, Avenida Bolivar 1515, Pueblo Libre
  • Vom Stadtteil Miraflores in ca. 15 Minuten mit dem Taxi zu erreichen
  • Eintritt 30 Soles pro Erwachsenen
  • Fotografieren ist im Museum ohne Blitz erlaubt

Mit vielen neuen Eindrücken kehren wir in unser Hotel Casa Andina Private Collection Miraflores zurück.

Weiter geht es am nächsten Tag mit dem Flug nach Cusco – der legendären Inkahauptstadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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